

28 Jahre
nicht verheiratet
Germanist und Politikwissenschaftler
Studienreferendar am Ellenrieder-Gymnasium
Interessen: Literatur und Theater
ehrenamtliche Tätigkeiten:
Stadtrat, Bundestagskandidat für Bündnis 90/Die Grünen
politische Schwerpunkte:
Schule und Jugend - ökologische Stadtentwicklung - gesellschaftliche Liberalität
Es gibt nur eine Sache in der Welt, die teurer ist als Bildung: keine Bildung (J. F. Kennedy)
Bildung ist Ländersache
und damit beginnen die Probleme: Das reiche Bad.-Württemberg hat es bisher nicht geschafft, ein gutes Bildungssystem zu etablieren: Die Priorität der Oettinger-Regierung liegt bei kostspieligen Prestige-Projekten wie Stuttgart 21 und nicht bei der Bildung als eigentliches Zukunftsthema. Da bleibt der Konstanzer Kommunalpolitik die undankbare Aufgabe, als Reparaturbetrieb einer konfusen Bildungspolitik des Landes, die Verhältnisse in der Stadt zu verbessern.
Krise des dreigliedrigen Schulsystems
Das dreigliedrige Schulsystem ist ein Relikt des 19. Jh., der soziale Mobilität noch fremd war: Die Kinder der Mehrheit des Volkes wurden in Volksschulen, des Mittelstands in Realschulen und der humanistisch gebildeten Führungselite in Gymnasien ausgebildet. Seitdem hat sich unsere Gesellschaft demokratisiert und das Ideal der sozialen Gleichheit hat sich (wenigstens teilweise) durchgesetzt. So wurde das Drei-Klassen-Wahlrecht bereits 1918 mit dem Ende des Königreichs Preußen abgeschafft, das Drei-Klassen-Schulsystem besteht aber bis heute. Es verwundert daher nicht, dass dieses Schulsystem wenig Akzeptanz genießt: Durch eine Abstimmung mit den Füßen in Form drastisch zurückgehender Anmeldezahlen, geriet die hergebrachte Hauptschule in eine Existenzkrise. Trotz aller berechtigter Kritik an der Hauptschule, die heute auch in konservativen Kreisen (Handwerkskammern) formuliert wird, ist es verfehlt, die HauptschülerInnen selbst zu diskreditieren. Hier ist die Kommunalpolitik gefordert: Die AbsolventInnen der Hauptschule, die in Konstanz eine fundierte praxisorientierte Ausbildung erhalten, müssen bessere Chancen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz erhalten. Auf die Kritik an der Hauptschule hat das Land mit der typischen Orientierungslosigkeit reagiert: Anstatt substantielle Reformen durchzuführen, wurde ein neues Etikett auf diese Schulform geklebt: Sie soll in Zukunft „Werkrealschule“ heißen.
Schulsozialarbeit an allen Schulen
Die FGL fordert seit langem Schulsozialarbeit in Konstanz für alle Schulformen. Die Position von pensionierten (Gymnasial-) Schulleitern in den Reihen der CDU, wonach kein Bedarf für Schulsozialarbeit bestehe, zeugt von großer Praxisferne: Auch an den Gymnasien ist die Einrichtung von Schulsozialarbeit als Ergänzung des erzieherischen Wirkens der FachlehrerInnen sinnvoll. Priorität haben die Grundschulen: Die Entwicklung zeigt, dass soziale Probleme und Konflikte zunehmend bereits bei jüngeren Kindern auftreten, so dass die Sozialarbeit im Sekundarbereich zu spät kommt. Es bleibt eine wichtige Aufgabe für die FGL, die Ausweitung der Schulsozialarbeit auch gegen den Widerstand der bürgerlichen Ratfraktionen in Konstanz
Till Seiler
1. Charlotte Biskup (27)
Persönliche Referentin des MdL Lehmann
2. Dr. Christiane Kreitmeier (45)
Kommunikationstrainerin
3. Anne Mühlhäußer (46)
Lehrerin
4. Werner Allweiss (63)
Oberbiliotheksrat
5. Charlotte Dreßen (38)
selbstständige Kulturmanagerin
6. Dr. Dorothee Jacobs-Krahnen (54)
Abteilungsleiterin Mensch-Umwelt-Leben
7. Till Seiler (27)
Studienreferendar
8. Peter Müller-Neff (66)
Lehrer i.R.
9. Roland Wallisch (53)
Journalist
10. Christoph Krüßmann (36)
Projektleiter
11. Günter Beyer-Köhler (48)
Zimmermeister
12. Normen Küttner (44)
Rettungsassistent
13. Karin Göttlich (65)
Rentnerin
14. Birgit Brachat-Winder (46)
Bankkauffrau
15. Karl-Ulrich Schaible (54)
Nachhilfelehrer
16. Robert Straub (52)
Architekt
17. Marco Walter (40)
Umweltpsychologe
18. Arno Bauer (44)
Zimmermeister
19. Kerstin Nebel (25)
Studentin
20. Gebhard Straßer (59)
Freier Architekt
21. Dr. Oliver Trevisiol (36)
Bibliotheksrat
22. Hans Graumann (60)
Elektromeister
23. Eva Vögtle (26)
Wissenschaftl. Angestellte
24. Michael Hoffmann (57)
Freier Architekt
25. Dr. Peter Köhler (45)
Arzt
26. Raul-Udo Kopania ( 57)
Hausmann
27. Evrim Bayram (26)
Projektmitarbeiterin
Integrationskurse
28. Peter Müller (60)
Zahnarzt
29. Ingrid Hucke-Czapla (59)
Lehrerin
30. Nils Donder (40)
Unternehmer
31. Gisela Kusche (52)
Lehrerin
32. Dr. Mike Herrmann (45)
selbst. Biologe
33. David Norberg (28)
Dipl.Ing.(FH)Verfahrens- und Umwelttechnik
34. Wolfgang Brückner (56)
Sonderschulrektor
35. Christine Hähl (58)
Dipl. Sozialpädagogin (FH)
36. Hans Weinbacher (70)
Rektor i.R.
37. Uli Göttelmann (43)
Hochschuldozent
38. Michael Dienst (55)
Biologe
39. Dagmar Krug (49)
Fraktionsassistentin FGL
40. Christa Quack-Weres (44)
Kreisgeschäftsführerin
B90/Die Grünen